Die Art, wie wir atmen, beeinflusst jede Zelle unseres Körpers – doch wie atmet man eigentlich richtig?
Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass unsere Atmung nicht immer automatisch gesund und funktional ist.
Anhaltender Stress, emotionale Belastungen und eine dauerhaft erhöhte innere Spannung wirken sich häufig unbemerkt auf das Atemmuster aus. Bei vielen Menschen wird die Atmung dadurch mit der Zeit flacher und schneller, sodass über längere Phasen mehr Luft aufgenommen wird, als der Körper physiologisch benötigt. Diese Form der chronischen Überatmung kann wichtige Regulationsmechanismen im Körper beeinträchtigen, das Nervensystem belasten und zentrale körperliche Abläufe beeinflussen, darunter Schlaf, Verdauung und die mentale Balance. Ähnlich wie beim Essen gilt auch beim Atmen: Ein dauerhaftes Zuviel stört das innere Gleichgewicht..
Die gute Nachricht ist: Die Atmung ist veränderbar und trainierbar.
Ein gezieltes Atemtraining nach der Buteyko-Methode hilft dabei, die Atmung Schritt für Schritt zu entspannen, zu normalisieren und wieder an die tatsächlichen Bedürfnisse des Körpers anzupassen. Das kann sich nachhaltig positiv auf das körperliche Wohlbefinden, die innere Ruhe und die Lebensqualität auswirken
Warum ein Atemtraining?
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Wissenschaftliche Hintergründe
Die Atmung spielt eine zentrale Rolle in der Regulation des Körpers. Sie beeinflusst nicht nur die Sauerstoffversorgung, sondern auch den Kohlendioxidgehalt im Blut – ein entscheidender Faktor für den pH-Wert, die Durchblutung und die Sauerstoffabgabe an die Zellen. Eine dauerhaft zu schnelle oder zu tiefe Atmung kann dieses fein abgestimmte Gleichgewicht stören und Stressreaktionen im Nervensystem verstärken.
Forschungen aus der Atemphysiologie, Neurobiologie und Stressforschung zeigen, dass eine ruhige, reduzierte Nasenatmung das autonome Nervensystem positiv beeinflussen, die CO₂-Toleranz verbessern und die Selbstregulation des Körpers unterstützen kann. Das Atemtraining nach der Buteyko-Methode setzt genau hier an und nutzt diese physiologischen Zusammenhänge, um die Atmung nachhaltig zu normalisieren.
Ursprung der Buteyko-MethodeDie Buteyko-Methode wurde in den 1950er-Jahren vom ukrainischen Arzt und Physiologen Dr. Konstantin Buteyko entwickelt. In seiner klinischen Arbeit beobachtete er, dass viele chronische Beschwerden mit einer dauerhaft erhöhten Atmung einhergehen. Auf Basis physiologischer Messungen erkannte er, dass nicht ein Mangel an Sauerstoff, sondern ein gestörter Kohlendioxid-Haushalt häufig eine zentrale Rolle spielt.
Dr. Buteyko entwickelte daraufhin ein strukturiertes Atemtraining, das darauf abzielt, das Atemvolumen sanft zu reduzieren und die natürliche Atemregulation des Körpers wiederherzustellen. Die Methode wird seither kontinuierlich erforscht, weiterentwickelt und weltweit in therapeutischen und präventiven Kontexten angewendet.
Selbsttest
Dieser einfache Selbsttest kann einen ersten Hinweis auf deine CO₂-Toleranz und Atemfunktion geben
Du brauchst dazu nur eine Stoppuhr.
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Setze dich entspannt und aufrecht hin und komm für 3 bis 4 Minuten zur Ruhe. Atme dabei natürlich
Nach einer normalen Ausatmung verschließe mit deinen Fingern die Nase, halt die Luft an und starte die Stoppuhr
Warte, bis der erste deutliche Atemimpuls kommt, dann atme wieder ein und stoppe die Zeit
Wichtig: Es geht nicht darum, so lange wie möglich die Luft anzuhalten, sondern die Zeit zu messen, in der du entspannt in der Atempause bleiben kannst.
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< 10 Sek. —> Starke Überatmung
10 bis 20 Sek. —> Überatmung
20 bis 40 Sek. —> Gute Atemfunktion
> 40 Sek. —> Optimale Atemfunktion
Ein Wert von 25 Sekunden ist das Grundziel eines Atemtrainings. Wird dieser Wert erreicht, kommt es meist zu einer deutlichen Steigerung des Wohlbefindens sowie einer möglichen Linderung unterschiedlicher Symptome.
Kennenlern-Termin (60 Minuten)
Online über Zoom oder vor Ort im Raum Innsbruck
- Einführung in das Atemtraining nach der Buteyko-Methode
- Grundprinzipien und Raum für Fragen und erste praktische Erfahrungen
- Individuelle Einschätzung, ob bzw. in welcher From eine weitere Begleitung sinnvoll ist (Kleingruppe oder Einzelsetting)
- Einzeltermine können auch für individuelle Beratung und spezifische Fragen gebucht werden.
- Flexible Terminvereinbarung
- Der Kennenlerntermin kann auf weiterführende Angebote angerechnet werden
Buteyko Atemtraining
In vier Terminen unterstütze ich dich dabei, wieder zu einer natürlichen und funktionalen Atmung zu finden – im Einzeltraining oder gemeinsam in der Gruppe.
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Wir treffen uns für 4 aufeinander aufbauende Termine für jeweils 60 Minuten.
Während des Atemtrainings solltest du genügend Zeit zum üben einplanen. Dies ist wichtig um die Wirkung der Praxis zu erfahren.
Während dem ganzen Zeitraum und darüber hinaus stehe ich für individuelle Anliegen und Fragen zur Verfügung.
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Ein wissenschaftlich fundiertes, praxiserprobtes Atemtraining nach der Buteyko-Methode.
Ein Training mit dem sich deine CO2-Toleranz, deine Sauerstoffversorgung der Zellen sowie zahlreiche körperliche Funktionen messbar verbessern können.
Spannende Informationen und Hintergründe rund um das Thema Atmen.
Übungen für mehr Entspannung, Energie und Bewusstsein.
Unterlagen, Übungsprotokolle und alles was du zum Üben brauchst
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Für alle, die...
chronischen Stress reduzieren möchten
unter Atemproblemen (besonders Asthma), Schlafstörungen oder Erschöpfung leiden
ihre Konzentration und Energie verbessern wollen
einfach tiefer in Verbindung mit sich selbst kommen möchten
Atemtraining in der Kleingruppe
Online über Zoom oder vor Ort im Familienzentrum Innsbruck
- 4 aufeinander aufbauende Termine im Wochenabstand
- 60 Minuten
- Verbindung und Austausch in der Gruppe
- Max. 6 Personen für persönliche Betreuung
Die nächsten Gruppentermine:
Familienzentrum Innsbruck:
Online:
Einzel-Atemtraining (1:1)
Online über Zoom oder vor Ort im Raum Innsbruck
- 4 aufeinander aufbauende Termine im Wochenabstand
- Jeweils 60 Minuten
- Persönliche Begleitung – ganz auf dich abgestimmt
- Flexible Terminvereinbarung
Literaturempfehlungen
„Atmen“, Ralph Skuban
„Die Buteyko Methode“, Ralph Skuban
„Breath“, James Nestor
„Die Buteyko-Atmung“, Silvia Smolka